Wer bereits im Besitz einer Oculus Rift Brille oder eines HTC VR Vive Headsets ist, kann sich glücklich schätzen, in die Welt der Virtual Reality Spiele eintauchen zu können. Sogar Besitzer der Sony Playstation können gegen einen Aufpreis von 400 Dollar schon ein 3D-Erlebnis haben, wenn auch derzeit noch nicht in allen Märkten. Und wer es eher simpel haben will, der kann sich eine Google Cardboard Camera kaufen, ein einfaches Headset, in das man sein Telefon einspannt, und dann auf diese Weise VR, wenn auch gegenüber den Headsets mit eigenem Prozessor in eingeschränkten Umfang, erleben. Was aber sind die Spiele, die es bereits für diese Technik gibt?

The Climb

Virtual Reality macht immer dann Spaß, wenn sie mit den Gesetzen der Physik spielt, wir also fliegen können, oder aber uns in Welten bewegen können, die wir sonst nur aus Träumen kennen. Ein weiteres Anwendungsgebiet sind aber auch Erlebnisse, die wir im echten Leben eher nicht haben wollen. Eine ist, an einer steilen Felswand zu hängen und nach unten zu schauen. Genau das ist aber die Ausgangslage bei The Climb, einem Spiel für Oculus rift und Vive. Man kann erst etwas üben, bevor man die sehr realistischen Felsen aus Amerika und Asien besteigt. Auch hier gilt: Immer nach oben schauen!

Minecraft VR

Minecraft ist nicht gerade ein Spiel, das sich durch seine hochauflösende Grafik und Detailfreude auszeichnet, dafür aber durch einen nicht endenden Spielspaß, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat. Jetzt kann man auch mit einem Headset durch die Pixel-Welt laufen. Das Spiel ist nach wie vor das Gleiche, nur hat man jetzt das Gefühl, sich wirklich dort bewegen zu können. Bislang gibt es Minecraft VR nur für die Oculus Rift.

Star Wars Battlefront: Rogue One X-Wing vor Mission

Hier wird es langsam interessant: Nicht umsonst waren die ersten Arcade-Videospiele im Weltraum angesiedelt und das setzt sich auch in der VR-Technik fort. Die Virtual Reality Version des Playstation Spiel ist genau das, was man erwartet: In einem Star Wars Fighter durchs All fliegen und losballern. Großer Wehmutstropfen: Es gibt derzeit nur eine Mission, die man nach etwa 15 Minuten durchgespielt hat, und man braucht außerdem das Sony Headset und die Vollversion von Star Wars Battlefront.

Need for Speed fürs Handy

Mit einer Google Daydream oder vergleichbaren Brille lässt sich die mobile VR Version des beliebtesten Rennklassikers spielen. Einfach einspannen, Kopfhörer aufsetzen und dann losbrausen. Hier zeigt sich auch das Problem der Handy-Headsets: Gesteuert wird über Kopfbewegungen, die das Gyroskop im Telefon wahrnimmt und dann im Spiel umsetzt. Das ist wesentlich ungenauer, als wenn man einen Kontroller in der Hand hat. Dennoch, wer einmal die VR Welt ausprobieren will und ohnehin ein Fan von Autorennen ist, macht mit diesem Spiel nichts falsch.

Bomben entschärfen

Rotes Kabel oder blaues Kabel? Bei Keep Talking and Nobody Explodes (auf Deutsch: Sprich weiter und keiner fliegt in die Luft) muss man Bomben entschärfen und das mit einem Headset auf dem Kopf in einer VR Umgebung. Was sich so einfach anhört, entpuppt sich schnell als echte Herausforderung. Zum einen ist die Grafik wirklich gut gemacht, zum anderen gibt es mächtig Druck, weil natürlich eine digitale Uhr die Sekunden herunterzählt, bis die Bombe hochgeht. Den Spielspaß verstärken kann das Handbuch, dass man einem Mitspieler geben kann (der den Text auf seinem Handy lesen kann), während man selbst versuchte, durch die verschiedenen Ebenen der Bombe zu kommen und herauszufinden, wie man sie stoppt.